Der Chor

Am 03. August 1865 wurde die Drolshagener “Liedertafel” – damals noch mit dem Namen “Eintracht” – von 21 sangesfreudigen Männern gegründet. Die Statuten wurden formell beglaubigt und bei der damaligen Gemeindeverwaltung Drolshagen hinterlegt.
Die ersten öffentlichen Auftritte fanden bei örtlichen besonderen Veranstaltungen, wie der Empfang des Weihbischofs Freusberg, dem Ernte- und Tierschaufest und schließlich auch bei selbst veranstalteten Konzerten statt. Einige nach Stimmen getrennte und handgeschriebene Liederbücher aus den “Gründerjahren” liegen noch heute vor.

Nach dem Tode des ersten Dirigenten – Lehrer Schütte – drohte die Vereinstätigkeit unterzugehen. Erst im Sommer 1906 fand man in Willi Wienke einen neuen Chorleiter. Der Chor – jetzt mit dem Namen “Liedertafel” – wurde wieder aktiv. Dank der umsichtigen Leitung des Dirigenten und der eifrigen Mitarbeit der Mitglieder unter dem Vorsitzenden Josef Reuber erlebte der Verein einen raschen Aufschwung. Die vom damaligen 1. Vorsitzenden handgemalte Vereinsfahne wird noch heute in Ehren gehalten.
Wie in vielen anderen Vereinen ruhte die Vereinstätigkeit in den beiden Weltkriegen, aus denen einige Sänger nicht mehr nach Hause kamen. In der Nachkriegszeit begann das Vereinsleben mit der Teilnahme an verschiedenen Wettstreiten und Chorkonzerten.

Das heutige Liedgut des Vereins ist vor allem durch die beiden letzten Dirgenten Dr. Hermann-Josef Meurer (1978-2000) und Chordirektor FDB Thomas Bröcher (seit 2001) geprägt und reicht von deutsch- und fremdsprachigen Volksliedern  über Spirituals, geistliche Werke, Chöre bis zu modernen Kompositionen.

Unter diesen beiden Dirigenten wurden beachtliche Erfolge auf Wettstreiten und Leistungssingen erzielt und Konzerte u.a. mit Rudolf Schock und Ivan Rebroff gegeben. Höhepunkte waren unter anderem die Verleihung der Zelter-Plakette im Mai 1990 sowie die Verleihung des Titels „Meisterchor im Chorverband NRW“ im Mai 2010.

Das Ziel des Vereins ist es nach wie vor einen hohen Leistungsstandard zu erhalten, um der Öffentlichkeit den Wert des selbst gesungen Liedgutes immer wieder zu zeigen. Wichtig ist aber auch das Vereinsleben, d.h. die Geselligkeit, der Frohsinn und die Gemütlichkeit, die bei aller Chorarbeit nicht vergessen werden sollte.